Wijk aan Zee. Es war an einem der besseren Tage an der kalten holländischen Nordseeküste. Keiner der drei hatte verloren. Und so saßen sie gut gelaunt am Abendbrottisch der kleinen Ferienwohnung in der Verlengde Vorstraat von Wijk aan Zee .
Zur Mitte des berühmten Tata-Steel-Schachturniers hatte Elisabeth Pähtz zu Frikadellen mit Auberginensalat eingeladen. Die Gästeliste war klein, aber großmeisterlich. Wladimir Kramnik , der Ex-Weltmeister, und Evgeny Bareev, Wahl-Kanadier und einstiger Turniersieger von Wijk, waren gekommen. Kramnik hatte eine Schachtel Konfekt mitgebracht, bei russischen Pralinen und rotem Wein debattierten sie über Gott und die Schachwelt. Und ein Gedanke schwebte durch den Raum, der inzwischen Gewissheit wurde.
Dieter Jaschke spielt seit seinem 14. Lebensjahr Schach. Rund 55 Jahre für den TSV Kirchenlaibach in der Nähe von Bayreuth und seit Anfang 2017 im Schachclub Aurich. Er ist mit 231 Turnieren der erfahrenste Spieler im Verein.
VON WOLF-RÜDIGER SAATHOFF
Dieter Jaschke hat so viele Turniere gespielt wie kein anderer Vereinskollege aus dem Auricher Schachclub. Seit fast zwei Jahren ist er in Aurich aktiv. Das Ende seiner Leidenschaft ist nicht in Sicht.
Aurich. Er ist der König unter den Aurich
Caruana und Carlsen bekämpfen sich mit höchstem Einsatz, und das Publikum hält den Atem an. Die zehnte Partie wird, trotz erneutem Remis, zu einem Höhepunkt dieser WM.
Fabiano Caruana und Magnus Carlsen schaffen es wirklich: nicht nur am Mittwoch den Remis-Rekord zu Beginn einer Schachweltmeisterschaft zu brechen, alle neune, sondern am Donnerstag gleich noch eins drauf zu setzen – zehn Unentschieden in Serie!
Die Niedersächsische Schachjugend hat ein kleines Tutorial über die richtige Verhaltensweise am Schachbrett zusammengestellt - inklusive Outtakes natürlich. Viel Spaß :)
Als einer der Hauptdarsteller dieses Videos stellte sich übrigens der Bindlacher Jan Krensing der Filmcrew zur Verfügung...
Am Freitag begann der >>> European Club Cup <<< im griechischen Porto Carras Grand Resort, Chalkidiki. Mehr als drei Dutzend Deutsche an den Brettern - Weltmeister Magnus Carlsen nicht, der setzt in der ersten Runde aus.
Magnus Carlsen gilt als bester Schachspieler der Geschichte. Im Atrium des SPIEGEL-Hauses tritt er gegen zwölf Spieler gleichzeitig an. Hier könnt ihr das Event im Livestream verfolgen. #PlayLiveChallenge
Magnus Carlsen gilt als bester Schachspieler der Geschichte. Im Atrium des SPIEGEL-Hauses in Hamburg trat er am Montag Abend gegen zwölf Spieler gleichzeitig an. Hier könnt ihr das Event im Livestream nochmal anschauen.
Zweimal Gold für China bei der Schacholympiade 2018. China, die USA und Russland kamen bei der Schacholympiade punktgleich ins Ziel. Mit dem Rechenschieber wurde das Endergebnis errechnet. China gewann, die USA Silber, Russland holte Bronze. Auch bei bei der Frauenolympiade holte China Gold. Silber ging an die Ukraine. Georgien gewann Bronze.
Am vierten Tisch spielte die deutsche Mannschaft gegen Armenien. Mit 15 Punkten hatten beide Teams allerdings keine Medaillenchance mehr. Am Ende des Tages standen auch hier vier Remis und ein 2:2 zu Buche. Das deutsche Team bleibt unbesiegt und belegt den 5. bis 14. Platz, 13ter nach Zweitwertung.
Nach einem Sieg gegen Spanien in Runde 8 ist Deutschland weiterhin ungeschlagen bei der Schacholympide in Batumi, Georgien. Daniel Fridman konnte seinen spektakulären Siegeslauf fortsetzen und ist mit 6.5 aus 7 Punkten auf dem Weg zur Brett-Goldmedaille. Vielleicht zeigt dieses kurz vor der Runde aufgenommene Foto das Geheimnis seines Erfolgs.
Quelle: Deutscher Schachbund | Perlen vom Bodensee
Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen hat am Montag Nachmittag in der Hofburg Österreichs Schach-Team für die Olympiade in Batumi empfangen. Ab 23. September kämpfen Österreichs Damen und Herren bei der Schach-Olympiade in Georgien um Medaillen. Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen begrüßte die von Österreichs Nummer 1, Markus Ragger, angeführten Sportler persönlich in der Wiener Hofburg: „Es gibt erstaunliche Parallelen zwischen Schachspielen und Politik. Im Schach ist das Ziel einfach: Den gegnerischen König matt setzen. In der Politik sind die Ziele vielschichtiger. Aber das Vorausdenken, welchen Zug will ich machen, was wird dann der andere Spieler machen, Optionen überlegen und auswählen und den Zeitdruck, unter dem die Entscheidung zu fällen ist, haben beide gemeinsam. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg für das Turnier in Georgien!"
Anmerkung der Redaktion: Das ist eine Wertschätzung, die man sich auch für unsere deutsche Auswahl wünscht.
Quelle:Link zu chess.at / (wk, Fotos: Hofburg, Text: Hannes Neumayer)
11 Schachfreunde in Russland angekommen... Erste Bilder online!
Erste Fotosession am Moskauer Flughafen
Eine Delegation des SC Höchstadt fährt von 5. bis 9. September in die Höchstadter Partnerstadt Krasnogorsk. Dort wird neben einer Städtetour in Krasnogorsk und Moskau vor allem Schach gespielt. Am 6. September tritt ein Höchstadter Team zum Vergleichskampf gegen ein Team aus Krasnogorsk an, zwei Tage später gibt es ein offenes Turnier, bei dem die deutschen Spieler ebenfalls mitspielen. Eingeladen wurde der oberfränkische Schachclub vom Schachclub Garde. Steffans Schachseiten wird von dieser Reise berichten. Morgen geht es per Flieger ab München Richtung Moskau. Wünschen wir unseren Höchstadter Schachfreunden eine schönen Flug und viele tolle Begegnungen in Russland.
Emanuel Lasker, der einzige deutsche Weltmeister, und das Turnier in St.Petersburg 1914 war das Thema des Vortrages von Michael Brunsch, den die Besucher beim Schachclub Höchstadt mit Spannung lauschten. Michael Brunsch, Jugendtrainer im Schachclub, erklärte den Zuhörern zu Beginn Laskers Leben, beispielsweise wie er 1894 im Alter von 26 Jahren Weltmeister wurde und es ganze 27 Jahre blieb. Sehr interessant wurde es, als Michael Brunsch in seinem Vortrag zum St. Petersburger Turnier kam. Zunächst berichtete er über die damalige Zeit und die Lebensumstände der Schachspieler. Wie vielen aus dem Geschichtsunterricht bekannt ist, begann 1914 der Erste Weltkrieg.
Da sich dies schon zu Beginn des Turniers, das zum 10-jährigen Jubiläum des St.Petersburger Schachclubs veranstaltet wurde, anbahnte, sagten einige Schachspieler ab. Anhand vieler Bilder zeigte Brunsch, wer alles bei diesem Turnier mitspielte. Erstaunt waren die Zuhörer, als Brunsch eine Hochrechnung der ELO-Zahl der Spieler des Turniers zeigte und mit der heutigen Weltrangliste verglich. Daran sah man, weshalb dieses Turnier zurecht zu einem der Besten gezählt wird. Höhepunkt war die im Turnier entscheidende Partie Lasker gegen Capablanca, die Brunsch den Zuhörern erläuterte. Der erfahrene Jugendtrainer ging dabei so vor, dass auch Anfänger sehr gut die Ideen der beiden Schachspieler verfolgen konnten.
Wer die Partie nachspielen möchte, findet sie hier.
Durch den Sieg gegen Capablanca hatte Lasker den entscheidenden Vorteil, der ihm zum Turniersieg verhalf, wodurch er mit 1200 Rubel, umgerechnet und inflationsbereinigt nur 1200 Euro, als Preisgeld bekam. Beim anschließendem Blitzturnier des SC Höchstadt gewann Jugendleiter Lukas Schulz souverän. Als Preis erhielt er eine der begehrten und limitierten Lasker Gedenkmedaillen, die der deutsche Schachbund herausgab.
Die Vortragsreihe des SC Höchstadt wird weiter fortgesetzt. Ende Juli/Anfang August referiert Michael Brunsch über das Duell Kasparrow gegen Karpow. Der genaue Termin wird im Internet unter www.sc-hoechstadt.de bekannt gegeben. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Wer den Lasker Vortrag nicht besuchen konnte, wird beim Sommerfest am 15. Juli, das am Petersbecks-Keller stattfindet, nochmals die Gelegenheit haben dem hervorragenden Vortrag zuzuhören.
Schach ist Sport: Denksport. Der physische Aufwand hält sich zwar in Grenzen, der Anspruch an den Kopf ist aber hoch – auch wenn Felix Magath, der selbst leidenschaftlich Schach spielt, sagt, Fußball sei anspruchsvoller. Vereint werden Elemente beider Sportarten im 'Rasenschach', laut dem Duden eine "...im Wesentlichen auf Strategie und Taktik setzende Spielweise im Fußball". Beim DFB hat man dies schon lange erkannt, auch wenn es die derzeitige Nationalmannschaft mit Schach nicht so hat. Playstation, Handy und sonstige mediale Ablenkungen prägen die verwöhnten Fußballstars der Gegenwart.